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Stolperstein-Geschichten Aurich

Spurensuche gegen das Vergessen.

von Ulrich Völkel (Hrsg)

ISBN 978-3-945294-19-2
1. Auflage von Oktober 2018

Format (B x Hx T): 19 x 19 x 1.8 cm
180 Seiten
Verarbeitung: Hardcover

Gewicht: 315 g
Stolperstein-Geschichten Aurich

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Der Bildhauer Gunter Demnig leistet mit seiner inzwischen europaweit verwirklichten Idee, den Menschen, die durch die Nationalsozialisten entwürdigt, ermordet und zu reinen Zahlen degradiert wurden, ein Denkmal in Gestalt der „Stolpersteine“ zu setzen, einen wichtigen Beitrag zur Auseinandersetzung mit unserer Geschichte.
Der Eckhaus Verlag Weimar greift diese Idee auf und gibt mit einer Buchreihe den Namen ausgewählter Persönlichkeiten ein Bild und den Menschen ihre Lebensgeschichte zurück. „Stolperstein-Geschichten Aurich“ ist nach „Stolperstein-Geschichten Weimar“ der zweite Band zu einer im Eckhaus Verlag erscheinenden Serie. In über 1.000 Orten Deutschlands und in zwanzig Ländern Europas liegen bereits Stolpersteine. Hinter jedem dieser Steine steckt eine Geschichte, die nicht vergessen werden darf.
Eine Recherchegruppe hat in jahrelanger Arbeit zu den vielen Stolpersteinen die Lebens- und Schicksalsdaten rekonstruiert – aber auch Kontakt zu Zeitzeugen und Angehörigen aufgenommen und so eine Brücke in die heutige Zeit geschlagen. Durch die Spurensuche, die in Aurich schon weit vor den Stolpersteinen einsetzte, werden die Schicksale dem Vergessen entrissen und auch Versöhnung möglich gemacht. Zu den Biografien schaffen Rahmentexte wie ein Interview mit Gunter Demnig und ein Bericht über das Durchgangslager Westerbork (Niederlande) ein umfassendes Bild. Als Zusatzmaterial dient ein beigelegter Stadtplan der Stadt Aurich mit „Orten des Gedenkens“.


Die Buchreihe
Aurich war einst Hauptstadt der Grafschaft und des späteren Fürstentums Ostfriesland, wovon noch heute prächtige Bauwerke zeugen. Zur Geschichte der Stadt gehört ein vielfältiges jüdisches Leben, dessen Anfänge bis ins 17. Jahrhundert zurückreichen. Aurich ist ohne den Beitrag jüdischer Bürger kaum denkbar. 1933 machten sie 6,5 Prozent der Bevölkerung aus. 1940 war Aurich als Folge rassistischer Pogrome, Vertreibung und Ermordung „judenfrei“, wie es im Jargon der Nationalsozialisten hieß. Die Stadt war eines wesentlichen Teils ihrer „Seele“ beraubt.

Liest man die Biografien der in diesem Buch vorgestellten Personen, begreift man den Verlust, der der Stadt zugefügt wurde. Umso wichtiger sind die Bemühungen der Auricher Bürger, sich ihrer Geschichte zu stellen und durch Erinnerungsstätten Mahnmale des Gedenkens zu schaffen, die vor allem auch in die Zukunft weisen wollen: Nie wieder darf es ein solches Verbrechen geben!
Im Jahre 2011 verlegte der Künstler Gunter Demnig die ersten „Stolpersteine“, Steine von 10 mal 10 cm Größe, mit einer Messingplatte versehen, in die Name, Geburtsjahr und Todes- oder Vertreibungsdatum der Opfer eingraviert sind. Sie werden eingelassen vor den Häusern, aus denen einst die jüdischen Mitbürger vertrieben und in den Tod getrieben wurden. Inzwischen gibt es in Aurich 140 solcher „Stolpersteine“, es sollen einmal über 300 sein.

Seit einigen Jahren kehrt jüdisches Leben in die Stadt zurück. Die Wunden heilen. Die Narben bleiben. Der Eckhaus Verlag Weimar hat die Idee des Bildhauers Gunther Demnig aufgegriffen, der den Opfern ihre Namen zurückgegeben hat. In diesem Buch werden die Lebensgeschichten jüdischer Mitbürger Aurichs erzählt.

Die Bücher der Reihe „Stolperstein-Geschichten“ werden dank zahlreicher Sponsoren an die Schulen der Stadt verteilt, können aber auch käuflich erworben werden. Wir sehen einen wichtigen Effekt darin, den Lesern Geschichten aus ihrer eigenen Stadt zu präsentieren, um dem Geschichtswissen über die NS-Verbrechen ein deutliches und fassbares Gesicht zu geben.

Über 25 deutsche Städte haben bereits Interesse bekundet, sich mit Lebensgeschichten zu den Stolpersteinen ihrer Stadt in unsere Buchreihe einzubringen. Der Eckhaus Verlag sieht sich also einer großen Aufgabe für die kommenden Jahre gegenüber. Unser Engagement bei der Herstellung der Bücher ist dabei ehrenamtlich. Deshalb sind wir jederzeit dankbar für Sponsoren, die sich mit der Finanzierung eines Klassensatzes für die Schüler ihrer oder einer anderen Stadt engagieren. Auch einzelne Bücherspenden sind willkommen, diese fassen wir jeweils zu Sammel-Klassensätzen zusammen.
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